Daniela Klette und die letzte große Jagd
KI generiert
Die Festnahme und Verurteilung von Daniela Klette wurden zum nationalen Spektakel. In ihrem Kommentar beschreiben Ian Nadge und Jakob Reimann, warum die RAF für die Bundesrepublik bis heute als politisches Feindbild dient und weshalb diese Obsession mehr über die Gegenwart als über die Vergangenheit erzählt.
Hubschrauber über Berlin. SEK vor Wohnhäusern. Sondersendungen im Fernsehen. Politiker:innen im Alarmmodus: Man hätte fast glauben können, der deutsche Staat hätte endlich beschlossen, gegen Steuerbetrug, Immobilienkonzerne oder rechte Netzwerke vorzugehen.
Stattdessen ging es um Daniela Klette. Festgenommen 2024 in Berlin-Kreuzberg, diese Woche nun vom Landgericht Verden zu 13 Jahren Haft verurteilt. Für ein paar mutmaßliche Raubüberfälle zur Finanzierung ihres Lebens im Untergrund.
Die Pseudojournalisten vom ARD-Podcast „Legion: Most Wanted – Wo ist RAF-Terroristin Daniela Klette?“ betätigten sich als Hilfssheriffs und posaunten damals ihre Rechercheergebnisse zur Identität Klettes in die Welt hinaus. Zwei Monate später wurde sie festgenommen.
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